Situation in Italien

In Italien ist Hundeleid oft nicht offensichtlich. Es spielt sich meist im Hinterland ab, jenseits bunten touristischen Treibens. In ihrem Bericht über den Tierheimalltag in Süditalien (siehe PDF-Download unten) beschreibt Claudia Röckl das Geschehen aus eigener Erfahrung und berichtet über Ergebnisse ihrer Recherchen und Befragungen Beteiliger.

 

Seit 1991 dürfen per Gesetz eingefangene Hunde nicht mehr eingeschläfert werden. Dieses, von Tierschützern lange erwartetes Gesetz zeigte schnell seine Schattenseiten, weil die vorhandenen Auffanglager (canile) der nun einsetzenden Flut aufgelesener Hunde nicht mehr Herr werden konnten.

 

Schnell entwickelte sich daraus ein florierendes Geschäft privater Firmen, da der italienische Staat die Canilebetreiber finanziell unterstützt und die Gemeinden für jeden Hund pro Tag zwischen einem und vier Euro zahlen. Bei 500 Hunden sind das bis zu 2.000 Euro am Tag und 60.000 Euro im Monat. Eine lukrative Sache für die Betreiber, denen jeglicher Tierschutzgedanke fremd ist. Je mehr Hunde - desto höher der Verdienst. Je niedriger die Ausgaben - desto höher der Gewinn. Damit waren die Hundehöllen besiegelt. Selbstredend, dass das Geld der Gemeinden zum großen Teil nicht für die adäquate Unterbringung und Versorgung der Hunde aufgewendet wird.

 

Trostloses Dahinvegetieren in kahlen, nackten, ungepflegten Zwingern, die sie nie mehr verlassen werden, in Dreck und Gestank, ohne jegliche Zuwendung, ohne Abwechslung, Ansprache oder Auslauf. Krankheiten werden oft nicht behandelt, Verletzungen werden nicht versorgt. Mit viel Glück gibt es zumindest regelmäßig Futter und Wasser, jeden Winter jedoch verenden viele der Hunde elend durch Erfrieren oder Verdursten, weil das in Eimern zur Verfügung gestellte Wasser zugefroren ist.

 

Detaillierte Informationen und Fotos einiger Canile finden Sie in der Rubrik Canile in Italien.

Tierheimalltag Süditalien
Eine Beschreibung der Tierheimsituation in Italien von Claudia Röckl
Tierheimalltag_Sueditalien.pdf
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Aktuelle Petitionen

Schluss mit Ferien in Apulien, solange keine konkreten Änderungen in den Canili vorgenommen werden!

 

Mit dieser Petition erklären wir uns mit den italienischen Tierschützern solidarisch und unterstützen ihre Aktion, mittels derer sie zu einem Boykott Apuliens als Urlaubsziel aufrufen, solange sich hinsichtlich der furchtbaren Zustände auf den Straßen und in den Canili Apuliens nichts Konkretes ändert. 

 

Petition an Nichi Vendola: https://www.change.org/de/Petitionen/nichi-vendola-basta-vacanze-in-puglia-se-non-ci-sara-un-intervento-concreto-sui-canili?

 

Petition an die Kommunen in Apulien: https://www.change.org/de/petizioni/regione-puglia-e-comuni-pugliesi-basta-vacanze-in-puglia-se-non-ci-sara-intervento-concreto-sui-canili-2



Weitere Informationen und Hintergründe auf der Website vom Tierschutzprojekt Italien e.V.

Auslandsadoptionen aus italienischer Sicht

So furchtbar die Zustände in den Canilen sind - das Bild, das der italienischen Bevölkerung gerne und oft in den italienischen Medien über die EU-Länder gezeichnet wird, die chancenlosen italienischen Hunden durch liebevolle Adoptionen ihr Leben zurückgeben, ist fast noch schlimmer.

 

Ein aktuelles Beispiel: am 04.07.12 erschien in einer ital. Tageszeitung ein schlecht recherchierter, dafür aber umso reißerischer Artikel mit der Schlagzeile „Stopp den Adoptionen ins Ausland, sie verwenden die Streuner als Versuchstiere".

 

Von der Journalistin M. D´Amico werden Auslandsadoptionen angeprangert und Behauptungen aufgestellt, dass der massenhafte Auslandshandel mit den geliebten italienischen Streunern ein profitables Geschäft ist und die Hunde zum größten Teil entweder in Tierversuchslabore verkauft, geschlachtet und zu Dosenfutter verarbeitet werden, Pelz- und Lederhandel mit ihnen getrieben wird oder sie zu Drogenschmuggel benutzt werden.

 

Angesichts der katastrophalen Zustände und unwürdigen Bedingungen, unter denen die Hunde in Italien´s Canilen dahinvegetieren müssen, stellt sich die Frage, ob die Journalistin jemals ein solches von innen gesehen hat und inwieweit ihr und dem Großteil der italienischen Bevölkerung die Situation der Hunde und die politische Problematik im eigenen Land überhaupt klar ist.

 

Lesen Sie selbst:

 

Deutsche Übersetzung des Zeitungsartikels in "La Repubblica" vom 04.07.12
Übersetzung Artikel Repubblica 04.07.12 [...]
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Hier klicken zum Originalartikel: Artikel La Repubblica 04.07.12

Ende Juli 2012 erschien ein weiterer absurder Artikel über die Verbringung von italienischen Hunden in Tierversuchslabore nach Deutschland. Dieser Bericht steht im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen im Canile Stroncone (hier nachzulesen) und der Entscheidung der Gemeinde Stroncone, den Hunden eine Chance auf Adoption außerhalb Umbriens, ggf. auch ins Ausland, zu ermöglichen. Dies wird von örtlichen „Tierschutz"-Organisationen unter Berufung auf ein regionales „Gesetz" strikt abgelehnt, was besagt, dass Hunde nur innerhalb der Region Umbrien (also noch nicht einmal in andere Regionen Italiens) vermittelt werden dürfen. Ein Klacks, bei ca. 1700 Hunden in der Provinz, die seit Jahren im Canile vegetieren...

Cani: I viaggi della morte verso la vivisezione sono autorizzate da un Comune |Mediterranews

Terni (28 LUGLIO 2012) - Secondo il rapporto sulle zoomafie il traffico internazionale di cani e cuccioli di cane ha un valore di circa 500 milioni di euro...

 

Link zum Artikel...



Die deutsche Übersetzung dazu:

 

Hunde: Die Todesfahrten zur Vivisektion sind authorisiert von einer Gemeinde

 

Terni (28. Juli 2012) - Dem Bericht über die Zoomafia zufolge hat der internationale Handel mit Hunden und Hundewelpen einen Wert von circa 500 Millionen Euro im Jahr. Unter den Routen dieses Handels, angeklagt auch von Initiativen und Stellungnahmen sowohl von den Tierschutzorganisationen als auch vom nationalen und europäischen Parlament, gibt es solche, die die Hunde von den osteuropäischen Ländern nach Italien bringen, aber auch Routen, die sie von Spanien nach Italien bringen und von Italien nach Deutschland.

 

Der illegale Hundehandel nach Deutschland ist ein sehr einträgliches und berüchtigtes Geschäft, speziell der Handel aus Süditalien, wo die Zoomafia sehr oft zusammen mit den Ladungen an Streunern, die tatsächlich nach Deutschland gebracht wurden, um eine neue Familie zu finden, scheinbar reguläre Reisen durchführt, die aber dank der Komplizenschaft von Tierschutzoranisationen oder deutschen Canilen die Laboratoren der Vivisektion jenseits der Alpen beliefert. Für jeden als gut befundenen Hund werden den italienischen Händlern circa 40 -50 Euro bezahlt. Dieser mutmaßlich illegale Hundehandel nach Deutschland befindet sich seit einiger Zeit auch unter Beachtung der nationalen Ordnungskräfte und von Interpol, welche es dank einer engen Zusammenarbeit unter den verschiedenen Polizeikräften oft erlaubt, diese Welpenladungen, bestimmt für den italienischen Markt, oder die Ladungen, die von Italien in die deutschen Laboratorien und der Länder Nordeuropas gehen, zu blockieren.

 

So stellen sich neben die seriösen Tierschutzorganisationen, die für das Wohl der Tiere arbeiten, echte kriminelle Banden, die einen Handel ohne Skrupel mit den armen Hunden betreiben, die einmal in Deutschland anstatt eine Familie zu finden, in den Laboratorien enden.

 

In den vergangenen Tagen ist klammheimlich ein abscheulicher und illegaler Beschluß gefaßt worden von örtlichen Beamten der Gemeinde Stroncone in der Provinz Terni, die, nachdem sie die verlockenden Vorschläge einer Frau angenommen haben, eine der Bekanntesten unter den Verdächtigen, das Zentrum des internationalen Hundehandels zur Vivisektion zu sein, sogar einen Beschluß vorbereitet haben, der es dieser Frau und ihren Kollaborateuren erlaubt, die Hunde der Gemeinde Stroncone nach Deutschland zu bringen über ein System falscher und frei erfundener Adoptionen, Hunde, die ohne Kontrollen direkt aus den Canilen übernommen werden und in einem Lieferwagen, der absolut nicht dafür ausgerüstet ist, nach Deutschland geschickt werden, wo man die Hunde aus Stroncone erwartet, aber auch die Hunde einiger Gemeinden des Latium, wo das raffgierige Weib ihre Anhänger hat, dort ist der Tisch der Vivisektion und der qualvolle Tod unter den Händen der Foltkerknechte. Und trotz verschiedener Anzeigen macht diese Frau weiter mit dem Handel mit den Deutschen, sie schickt Hunderte von Hunden in den Tod mit der offiziellen Genehmigung eines Beschlusses der italienischen Gemeinde und das gerade in den Tagen, in denen die Fernsehsender und die Zeitungen voll sind mit schönen Bildern der Beagle, die aus Green Hill befreit wurden, während nur wenige wissen, dass ihre Stelle von unbekannten Hunden eingenommen wird, die aus Stroncone stammen, die Gemeinde als Vorhof zu ihrer Hölle. "In Stroncone gibt es keine Fernsehkameras" - sagt uns Lorenzo Croce, Präsident der AIDAA- "während die Hunde in die deutsche Hölle abfahren, gibt es keine Abgeordneten und roten Paladine der Hunde, sondern nur ein anonymer Lieferwagen, der Dutzende von Hunden geladen hat, bestimmt für die Hölle der deutschen Laboratorien mittels eines illegalen internationalen Handels. Wir werden das nicht zulassen und wir zeigen diesen schmutzigen Handel an, und wir erwarten ab sofort, dass dieser Handel blockiert wird ohne Wenn und ohne Aber." Associazione Italiana Difesa Animali Ambiente

September 2012... der Wahnsinn geht weiter und ist an Geschmacklosigkeit kaum noch zu überbieten. Lorenzo Croce zieht Parallelen zu der Judenverfolgung im Dritten Reich.

 

Originalartikel (mit Fotos) veröffentlicht von Lorenzo Croce am 12.09.12 auf Aidaa-Animaliambiente.blogspot.de  sowie auf Agenparl.it.

 

Deutsche Übersetzung:

Die Hunderazzia in Süditalien geht weiter: Endziel Deutschland


Untertitel 1. Foto: Streunerhunde, bestimmt für ihre neuen Familien oder für Lager in Deutschland?

 

Untertitel 2. Foto: Einst haben sie Menschen zusammengetrieben. Heute Hunde??

 

Rom (12. September 2012) - Es gibt diverse Tierschutzorganisationen, die unter der Deckung italienischer Vertrauensleute arbeiten, aber sie sind alle Personen deutscher oder österreichischer Nationalität zuzuschreiben, die in Italien leben. Es gibt zwei Systeme, die angewendet werden mit dem einzigen Ziel, Streunerhunde aufzusammeln zum Verschicken in die deutschen Canili. Von mehr als 60% der Hunde verliert man die Spur (Nachverfolgbarkeit), sobald sie die Grenze überquert haben.

 

Die erste angewandte Methode, insbesondere in Süditalien, ist die, sich direkt an die Eigentümer der privaten Canili zu wenden (von denen viele im Verdacht stehen, der Unterwelt nahezustehen oder die Hunde für Hundekämpfe zu verwenden). Ihnen schlägt man Fahrten mit 60 -70 Hunden pro Monat Richtung Deutschland vor, Fahrten, die im Durchschnitt 10 bis 30 Euro pro Hund bringen bis zu Gesamteinnahmen von über 10.000 Euro im Jahr für jeden Canile.

 

Das zweite System, das in diesen Tagen sehr aktiv im Latium und in anderen Regionen Süditaliens betätigt wird, wird von einer Signora österreichischer Herkunft und bekannten Organisatorin dieser Fahrten perfektioniert, die sich direkt an die Bürgermeister der Gemeinden mit hohen Streunerzahlen wendet. Diesen bietet sie die Lösung des Problems an, indem sie sich die Hunde überschreiben lässt oder sie auf gefällige Namen(-sgeber) eintragen lässt und sie nach Deutschland bringt. Das alles geschieht mittels direkten Verträgen zwischen der Frau und den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden, offensichtlich unter Missachtung des Gesetzes 281/91. Offensichtlich machen die Deutschen die Dinge richtig gut. Zuerst starten sie europäische Kampagnen gegen die Canile Lager in Süditalien, dann machen sie sich mit Hilfe ihrer italienischen Komplizen auf die Suche nach geeigneten Gebieten (gewöhnlich nach solchen Gebieten, in denen die italienischen Tierschutzorganisationen kaum vertreten sind oder in kleinen Orten), wo Hunde aufgesammelt werden, die nach Deutschland geschickt werden. Einige von ihnen werden sicherlich adoptiert werden, um die Fassade zu wahren, die anderen Hunde von der Straße gehen direkt in die Laboratorien zur Vivisektion.

 

AIDAA schlägt Alarm und fordert das Einschreiten der Carabinieri, der Nas, des Gesundheitsministerium, um die Sache zu kontrollieren. "Das System der Razzia ist von den Deutschen in anderen und sicherlich weit dramatischeren Situationen in einer nicht allzu fernen Vergangenheit vervollkommnet worden, das System jedoch ist dasselbe - erklärt uns Lorenzo Croce, Präsident der AIDAA- die Hunde sammelt man ein dank italienischer Komplizen und dann schickt man sie in die deutschen Konzentrationslager, einige werden adoptiert, von den anderen verliert man jede Spur. Jetzt fragen wir uns, wie es möglich ist, dass die Carabinieri und die italienischen Staatsanwaltschaften nicht einschreiten angesichts der Dutzenden von Meldungen, um diesem internationalem Handel ein Ende zu setzen, der oft eine Verletzung des Gesetzes 281/91 ist. Wir - so schließt Croce- sind nicht vorrangig gegen die internationalen Adoptionen, im Gegenteil, aber wir sind für Klarheit und diese Methoden erscheinen uns sehr ähnlich den Razzien dieser schrecklichen Erinnerung, die nicht dem Versuch dienlich sind, unseren Streunern ein neues Zuhause zu finden."

 

Artikel mit ähnlichem Inhalt unter: http://www.ideazampa.com/4988-4988

Ende September 2012 und die Überschrift dieses Absatzes könnte lauten: Was passieren kann, wenn jemand ein paar armen Hunden helfen möchte, die kein Mensch seit Jahren anschaut...

 

Im Zuge der Geschehnisse um die Hunde im Canile Stroncone musste unsere Claudia Röckl Mitte diesen Jahres erfahren, dass die italienische Staatsanwaltschaft bereits seit dem Jahr 2010 gegen sie ermittelt. Umbrische Tierschutzorganisationen (!) sowie der Bürgermeister von Stroncone hatten sie wegen Hundehandel und Tierquälerei angezeigt. Im Zuge dieser Ermittlungen wurden ihre Telefonate abgehört und dokumentiert und ihr komplettes Leben durchleuchtet. Dies geht aus den Ermittlungsakten hervor, die Claudia mittlerweile einsehen konnte und dies geschah, ohne dass sie auch nur den Hauch einer Ahnung davon hatte. Die Ermittlungen wurden vor wenigen Wochen erfolglos eingestellt, die Beschuldigungen erwiesen sich allesamt als komplett haltlos und nicht nur das. Die ermittelnde Staatsanwältin hat die Ermittlungsergebnisse zusammengefasst und sich in ihrem Abschlussbericht ausdrücklich FÜR die gute Arbeit von Claudia ausgesprochen! Dies hat Claudia gerne zum Anlass genommen, eine Presseerklärung in Italien herauszugeben, die wir natürlich auch Ihnen nicht vorenthalten möchten und hier veröffentlichen:

 

PRESSEMITTEILUNG VON CLAUDIA RÖCKL

PRÄSIDENTIN DES TIERSCHUTZVEREINS

"ANIMALIA AMO INTERNATIONAL"


Vermittlung von Hunden nach Deutschland

 

Nach den seit 2010 über ein Jahr lang dauernden Ermittlungen zu meiner Person und dem Verein, dem ich als Präsidentin vorstehe, bezüglich einer Anklage krimineller Vereinigung mit dem Ziel der Tierquälerei, ausgelöst durch eine Verwarnung des Bürgermeisters von Stroncone (TR) von Seiten der ENPA, Sektion Perugia und Terni, die von Sig.ra Tintori und Sig.ra Fancelli präsentiert sind, in der es um die Auslandsvermittlung von Hunden nach Deutschland ging und auf die auch ein Artikel in der Presse folgte,

 

INFORMIERE ICH

 

die Bürgermeister aller Gemeinden im Latium, die Bürgermeister der Gemeinden in Umbrien, die Präfekturen und die Staatsanwaltschaften in ganz Italien, das Gesundheitsministerium, die Medien sowie alle Tierschützer, denen das Wohl unserer Hunde wirklich am Herzen liegt, über den folgenden Tatbestand.

 

Nach sorgfältigen Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft von Terni, mit zusätzlicher Unterstützung von Nas und Guardia di Finanza, hat der Staatsanwalt am 09.08.2012 die Ermittlungsergebnisse zusammengefasst und schreibt: «Die vom Staatsanwaltschaft am 10.05.2011 zusammengetragenen Elemente bezeugen alle eine absolute Rechtmäßigkeit im Verhalten der Beschuldigten, die sich in Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen streunender Hunde annimmt, mit dem alleinigen Zweck, ihnen zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen, und dies ausschließlich mit eigenen Mitteln und ohne Rückgriff auf irgendeine Form von Beiträgen der öffentlichen Hand oder von Unternehmen (ein lobenswerter und in Italien entschieden seltener Umstand). Um genau zu sein, hat die Beschuldigte auch die Beamten der Generaldirektion des Gesundheitsministeriums explizit eingeladen, die Endplätze der nach Deutschland vermittelten Hunde zu besichtigen, und es kann nicht ihr angelastet werden, dass Beamte und Mitglieder des Tierschutzverbands LAV diese Einladung abgelehnt haben." Und ich füge auch noch die ENPA hinzu, die ebenfalls eine Einladung bekommen und abgelehnt hat.

 

Der Staatsanwalt fährt fort: "Die eingehenden Untersuchungen haben gezeigt, dass jenseits von mehr oder weniger begründeten Ängsten, die Vermittlungen dieser Art erzeugen können, von den Beschuldigten kein unrechtmäßiger Zweck verfolgt wurde, sondern einzig das zweifellos lobenswerte Ziel besserer Lebensbedingungen der Tiere. Es bleibt zu wünschen, dass die erfolgte Untersuchung dazu beitragen möge, dass die Verleumdungen aufhören, denen die Beschuldigte aufgrund einfachen Verdachts ausgesetzt ist, und dass diejenigen, die die Möglichkeit haben, sich selber ein Bild der Situation zu machen (das heißt die öffentlichen Einrichtungen, deren Aufgabe der Schutz des Wohlbefindens der Tiere ist), der Einladung der Beschuldigten folgen und den Zustand der nach Deutschland vermittelten Tiere vor Ort in Augenschein nehmen wollen, und damit einen konkret Beitrag leisten zu einer gemeinsamen Operation, die nur unterstützt werden kann, in Anbetracht der oft schändlichen Zustände, unter denen die Hunde in den italienischen Tierasylen leben."

 

Am 12/09/2012 hat der Ermittlungsrichter am Gericht von Terni die Ermittlungen eingestellt.

 

Den Wunsch des Staatsanwalts richte ich als erstes an Lorenzo Croce, Präsident des Vereins Aidaa, der mich seit Monaten beschuldigt, Hunde nach Deutschland zu „deportieren", um sie dort an Tierversuchslabors zu verschachern, und dabei einen unmissverständlichen Vergleich mit der Deportation von Juden in die Konzentrationslager herstellt. Solche Anschuldigungen, oft mit Photomaterial aus entsprechendem historischen Kontext versehen, sind sowohl schändlich als auch unhaltbar. Herr Croce hat wiederholt im Internet verleumderische Pressemitteilungen verbreitet (die abgesehen davon die einzige Tätigkeit seines Vereins zu sein scheinen), die rufschädigend sind sowohl für meine Person und für die deutschen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit großer Hingabe und Liebe der unschuldig eingesperrten Hunde annehmen, als auch für das jüdische Volk. Er hat mich beschuldigt, mich an den armen Tieren zu bereichern, und ein umgehendes Eingreifen der Steuerfahndung gefordert. Diesen Anschuldigungen braucht man nur die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft von Terni gegenüberzustellen, die der Guardia di Finanza den Auftrag gegeben hat, die Falschheit und die Verleumdungen von Lorenzo Croce abzuklären. Er ist bereits verklagt und seine Links sind präventiv beschlagnahmt worden. Doch Herr Croce fährt mit seinen Verleumdungen fort, ungeachtet der Maßnahmen der Justizbehörde, die in seinem Tun schwerwiegende Indizien für seine Schuld wiederholter Verleumdung anerkennen.

 

Denselben Wunsch richte ich an Wanda Guido, die vielen von Ihnen wohlbekannt ist für ihre intensiven und „öffentlichen" Verleumdungen meiner Person gegenüber, für die sie ebenfalls verklagt ist. Ihre Webseiten sind beschlagnahmt, ebenso wie diejenigen von Lorenzo Croce, doch auch sie hat sich durch den richterlichen Beschluss nicht aufhalten lassen und fährt unbeirrt fort mit ihrer kriminellen Tätigkeit.

Den Wunsch des Staatsanwalts muss ich leider an viele Personen richten, doch ich werde sie alle im Gericht antreffen, und vielleicht begreifen sie dann, dass ihre total unsinnigen und haltlosen Beschuldigungen Konsequenzen haben.

 

Eine Konsequenz ist allerdings nicht wieder gutzumachen: Durch ihre unrechtmäßigen Tätigkeiten haben sie die „Befreiung" der unter schändlichen Bedingungen in italienischen Tierasylen eingesperrten Hunde verzögert und damit ihr Leid verlängert, weil sie bereits Familien hatten, die auf sie warteten.

 

Wie der Staatsanwalt schreibt, sind meine Auslandsvermittlungen eine Arbeit, die nur unterstützt werden kann, in Anbetracht der unzulässigen Lebensbedingungen, unter denen die Hunde in den italienischen canili oft gehalten werden.

 

Nur schon die enorme Anzahl eingesperrter Hunde in öffentlichen und privaten Strukturen Italiens – von denen viele unter Beschlagnahmung stehen, weil sie selbst minimale Kriterien für das Wohlbefinden der Tiere nicht erfüllen – würde genügen, um zu verstehen, dass die Adoptionsanfragen von italienischen Bürgerinnen und Bürgern keinesfalls ausreichen können, um das Problem in den Griff zu bekommen. Zweifellos könnte das Problem der Streunerhunde in Italien gelöst werden durch ernsthafte Informations- und gut organisierte Sterilisationskampagnen und vor allem ernsthafte Kontrollen der kompetenten Behörden (Gesundheitsamt und Gemeinden), die einen konkreten Auftrag diesbezüglich haben. Prävention ist das Zauberwort zur Lösung des Problems. Auslandsvermittlungen stehen nicht im Kontrast zu solchen Maßnahmen, und wenn sie sorgfältig und ernsthaft kontrolliert erfolgen, können sie ein nützliches und wirksames Instrument darstellen, das den betroffenen Tieren, in Erwartung eines Umdenkens der katastrophalen italienischen Politik, die den Notfall Streunerhunde seit jeher an letzter Stelle hinter vielen anderen Prioritäten kommt, eine unmittelbare Verbesserung der Lebensbedingungen erlaubt.

 

Aber Auslandsvermittlungen behindern, die unter strenger Einhaltung der EU-Normen und nationaler Richtlinien erfolgen, aus dem einzigen Grund, weil man a priori dagegen ist, ohne auch nur Unterlagen und Ergebnisse einsehen zu wollen, wie es die Freiwilligen der Tierschutzvereine Umbriens tun – die ENPA Terni in der Person von Frau Fancelli und Herrn Giuseppe Moscatelli; Grandi Amici in der Person von Silvia Festuccia und der Anwältin Maria Di Paolo; der WWF in der Person von Antonella Poma; I randagi dell'Umbria in der Person von Giancarla Fagotti; Piccoli Amici in der Person von Alessandra Ruffini –, bedeutet konkret, die Hunde zu einer lebenslänglichen Gefangenschaft zu verurteilen und ihnen die einzige Chance zu nehmen, aus ihrem Zwinger herauszukommen und ihr Leben in Würde zu verbringen. Hauptverantwortlich für diese "Blockade" ist jedoch die Gemeindeverwaltung von Terni, die trotz einer gigantischen Anzahl von Hunden in ihren Tierasylen (fast 1800 Hunde allein in Terni), in ihrem Reglement vom 18/07/2012 festhält, dass keine Vermittlungen zugelassen werden außerhalb der Region Umbrien und ins Ausland, und damit gegen EU-Recht und nationales Recht verstößt. Dieses Verbot ist nicht nur illegetim, sondern ein Sinnbild der Unvernunft der Geminedepolitik, die auf jede Weise fördern sollte, dass die Hunde aus ihren Strukturen entlassen werden (von denen im übrigen eine, das Tierasyl von Colleluna, wegen Tierquälerei beschlagnahmt wurde) anstatt zu verbieten, dass ihre Hunde in andere Regionen oder in ein anderes EU-Land vermittelt werden, und so eine an sich schon schwerwiegende Situation noch zusätzlich verschlechtern, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gemeindebilanz und damit für die Allgemeinheit.

 

Ich bedanke mich bei allen, die mir in diesem schwierigen Kampf beigestanden sind, und vor allem diejenigen, die zwar anfänglich gegen Auslandsvermittlungen nach Deutschland waren, doch dann mit der Zeit verstanden und gesehen haben, dass mein Verein alle Normen und Regeln peinlich genau befolgt und dass vor allem hinter dem Ganzen eine immense Liebe zu den Hunden steht, denen ich mein Leben und meine ganzen finanziellen Ressourcen opfere.

 

Ein spezielles Dankeschön geht an Laura Clementoni, Rosanna Cabasino, Elisabetta Gregori und an meine unermüdliche Anwältin Raffaella Sili.

 

Claudia Röckl



Pressemitteilung von Claudia Röck, Original in italienischer Sprache
Comunicato Claudia Röckl.pdf
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März 2013: Und manchmal gibt es sie doch, die leider viel zu wenigen guten Artikel über Auslandstierschutz in ital. Tageszeitungen. Hier ist einer, veröffentlicht in "Piazzo La Notizia" von Sara Turetta:

 

Link zum Originalartikel...

 

Tageszeitung online, Reise ins tierische Italien

Die Position von Save The Dogs über Adoptionen

 

Turetta, Hunde ins Ausland: Schluss mit der Hexenjagd

Dt. Übersetzung: Zur Freude der meisten meiner/unserer Verleumder (die sich, da bin ich sicher, nach der Veröffentlichung diesen Textes austoben werden) werde ich einen Kommentar abgeben, um ein für alle Mal die Ansicht über die Auslandsadoptionen von Save the Dogs zu erklären, ein "immergrünes" Thema des italienischen Tierschutzes, der offensichtlich keine dringenderen Probleme hat, um die er sich kümmern muß (es geht den Tieren in Italien ja so gut!).

 

Die Adoptionen ins Ausland: Das Phänomen

Seit Ende der 80er Jahre ist das Phänomen aufgekommen, dass Tausende von Hunden aus den Canile-Lagern oder von der Straße in die Schweiz, nach Deutschland und (erst seit kurzem) in die Niederlande und Skandinavien verbracht werden. Diese Verbringungen sind von Anfang an mit Argwohn angesehen worden, und sie wurden von dem Vorurteil bestärkt, dass die Deutschen - aufgrund ihrer "nazistischen" Vergangenheit- ein Volk von erbarmungslosen Sadisten sind.

 

Schon in den 90er Jahren sind die ersten Anzeigen von Tierschützern gemacht worden, die mit dem Finger auf andere Tierschützer gezeigt haben, aber abgesehen von einem dramatischen Zwischenfall, in den ein Schweizer Katzen-Tierheim verwickelt war, hat sich herausgestellt, dass keine dieser Ermittlungen je zu einer Verurteilung geführt haben.

 

In den letzten 10 Jahren hat die Bewegung der Hunde von Süd/Ost nach Nord einen exponentiellen Anstieg erfahren, auch begünstigt durch die sozialen Medien, die eine große Öffentlichkeit informiert haben über die Dramen in den Perreras, in den Canile-Lagern in unserem Süden und in den Vernichtungslagern in den Ländern des Ostens. Lasst uns aber nicht vergessen, dass englische, deutsche und holländische Aktivisten schon in Spanien waren, lange bevor die italienische Öffentlichkeit die Perreras "entdeckte": viele kleine Canili in Spanien waren seit langer Zeit von Tierschützern aus dem Norden geführt worden, die dank dem Tourismus viele Landsleute in ihr Engagement mit einbeziehen konnten.

 

Es gibt derzeit keine Daten über diese Bewegungen, aber die EU beschäftigt sich gerade mit Besorgnis damit mit der Befürchtung, dass sich Krankheiten, die in einigen Ländern schon ausgerottet sind, verbreiten könnten.

Welche Maßnahme auch von der EU in Zukunft getroffen wird, ich bin bereit, darauf zu wetten, dass das Phänomen schon jetzt nicht mehr aufzuhalten ist angesichts der wachsenden Sensibilität der öffentlichen Meinung und der Mobilisierung von Tausenden von Tierschutzgruppen in ganz Europa. Der Versuch, es zu stoppen, wäre wie die Abwanderung aus den Entwicklungsländern zu stoppen: undenkbar.

 

Um eine Sache genauer zu erklären: dass in dem Verbringen der Hunde Missbrauch sein könnte, schließt keiner von uns aus (ja, es ist es leider anzunehmen, dass er hier auch vorkommt wie in allen Bereichen, die "vom Menschen gemanagt" werden). Nie bewiesen worden ist aber, dass die Tierschutzorganisationen eine "Geldmaschine" organisiert hätten, die Tausende von Hunden in die Versuchslaboratorien schicken würde.

 

Hierzu möchte ich einige Fragen stellen, die zum Nachdenken veranlassen sollten:

Warum beschränkt sich nicht jemand, der Rohstoff für die Laboratorien sucht, darauf, sich mit einem Lieferwagen an irgendeinen Ort mit endemischen Aufkommen von Streunern zu begeben, wo die Streuner an jeder Straßenecke sind, seinen Lieferwagen (vielleicht mit irgendeinem unechten Pass) vollzuladen und mit Tieren beladen in sein Laboratorium zurückzukehren, nachdem er sie zusammengefangen hat? Weil die Versuchsleiter sich niemals bei sichtbaren Organisationen bedienen dürfen, die auf offizielle Weise arbeiten und die daher zu sehr den Kontrollen der Behörden ausgesetzt sind?

 

Hunde aus Rumänien auf illegale Weise wegzubringen wäre zum Beispiel eine sehr einfache Sache. Warum bereiten die Tierschutzorganisationen, die sich mit internationalen Adoptionen befassen, die Hunde aus medizinischer Sicht so gewissenhaft vor, geben große Summen aus, um die abreisenden Hunde testen, kastrieren, impfen zu lassen? Wenn der Hund schon Schlachtfleisch sein soll, zu welchem Zweck versucht man dann, einwandfreie und gesunde Tiere zu schicken?

 

Es ergäbe nur dann einen Gewinn, wenn die Hunde keine Ausgaben verursachen würden, ansonsten decken sich - mit den 150/200 Euro Erstattung, über die man soviel spricht- kaum die Routine-Snap-Tests und die Impfungen. Wo wäre dieser unglaublich große Gewinn? Und vor allem, wo ist die Logik.

Warum haben die Anzeigen nie zu einer Verurteilung geführt? Vielleicht gab es Geldstrafen für "nicht-konforme Transporte" (für die wir Italiener übrigens Experten sind angesichts der Lieferwagen, die die Hunde aus dem Süden nach Norden unter verbotenen Bedingungen bringen) oder für gepfuschte Dokumente, aber es ist nie bewiesen worden, dass die Hunde in Laboratorien enden. Im Gegenzug wurden große Verleumdungs-kampagnen geführt, die sogar so weit gingen, die beteiligten Leute zu bedrohen.

 

Wieso hat die Galaxie der "Anti-Auslandsadoptionen"-Organisationen in den zwanzigjährigen Kämpfen nie einen der Privatdetektive bezahlt, die bewiesen hätten (mit Foto, Film oder Beweisen in der Hand), das der Hund Pippo aus dem Canile XXX sich dort befindet, unter entsetzlichen Qualen in einer deutschen Versuchseinrichtung? Es ist möglich, dass Banden von Menschen- , Prostituierten- und Drogenhändlern zerschlagen werden, aber nie zerschlägt man eine Bande von "Händlern von Hunden für die Vivisektion"? Sind die Pseudotierschützer vielleicht geschickter als andere Kriminelle, ihre wirklichen illegalen Aktivitäten zu verbergen...? Diese Untersuchung (wurde nie gemacht) hätte einen Beitrag zur Wahrheit geleistet, oder hat vielleicht jemand Interesse daran, das hohe Niveau der Hysterie über dieses Thema aufrechtzuerhalten, weil er - ganz einfach- nichts zu sagen hat, nichts zur Errichtung eines Konsenses, und "die deutschen Laboratorien" machen weiterhin Schlagzeilen?

 

Die Position von STD (Save the dogs)

Bevor ich nach Rumänien umgezogen bin, hatte ich die Gelegenheit, zwei Mailänder Tierschutzorganisationen auf einigen Reisen zu begleiten, die mit deutschen und schweizer Refugien zusammenarbeiten (eine war wirklich Diamoci La Zampa, in der Petition dieser Tage zitiert). Ich habe von ihnen einen ausgezeichneten Eindruck gewonnen (insbesondere von Deutschland, wo ich zwei Einrichtungen besichtigt habe). Kleine Refugien, beide von Familien (eine davon vegan!) geleitet, mit hohem Tierschutzstandard und großer Mitwirkung bei den sozialen und kulturellen Aktivitäten der Region. Wegen der lächerlichen Zahl von deutschen Hunden, die von den Familien wegen irgendeines Problems abgegeben werden (niemals ausgesetzt!), helfen diese Einrichtungen seit Jahren den serbischen, spanischen oder italienischen Hunden, da die Zahl der Adoptionsanfragen die Zahl der zur Vermittlung stehenden Hunde bei weitem übersteigt.

 

Kaum hatte ich mein Projekt in Rumänien begonnen, war ich schon mit vor dem Refugium weggeworfenen Hunden überhäuft worden und völlig verzweifelt, ich befand mich vor einer schwierigen Entscheidung: die Hunde nicht in den Norden schicken, um Polemik zu vermeiden und vielleicht mich selbst dazu zwingen, alle diese Tiere zu beseitigen, weil ich nicht wusste, wohin mit ihnen, oder die Vorurteile der hysterischen Tierschützer überwinden und die Zusammenarbeit mit dem Ausland zu suchen zum Wohl meiner geliebten Hunde? Schließlich, auch beraten von weisen Leuten wie meinem Vater, beschloss ich, dass das Leben der rumänischen Hunde mehr Wert ist als irgendeine Verleumdungskampagne oder ein hysterischer Tierschützer.

 

Ich traf nur eine Vorsichtsmaßnahme: um die Medien-Schlacht zu vermeiden, der ich ausgesetzt gewesen wäre, entschloss ich mich, nicht mit deutschen Tierschutzorganisationen zusammenzuarbeiten (die übrigens sehr aktiv sind in ganz Osteuropa, dem Himmel sei Dank...), sondern mich auf Skandinavien und Holland zu beschränken. Die einzige Ausnahme waren einige wenige an Diamoci la Zampa (jetzt Salva la Zampa) anvertrauten Hunde, die es uns ermöglicht hat, einen behinderten Hund wie Marisa (auf dem Foto) unterzubringen. Seit dieser Zeit hat Save the Dogs immer offen über die Zusammenarbeit mit den schwedischen oder finnländischen Partnern gesprochen, mit denen wir strenge Verträge abgeschlossen haben, in denen wir uns dazu verpflichten, gesunde, sterilisierte und verträgliche Hunde zu schicken, während - auf der anderen Seite- die Partner sich verpflichten, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen, indem sie einen bedeutenden Anteil der von den Familien bezahlten Adoptionsgebühr überweisen und uns die Daten der Adoptanten mitteilen.

 

Aber hier ist ein weiterer Skandal! Warum darf es überhaupt zwischen den "no profit" Organisationen einen Geldtransfer geben?! Warum überhaupt einen Beitrag von den Familien fordern, der (zum Teil) die Betriebskosten, Sterilisation, Impfung, Entwurmung, Pass, Chip und Reisekosten....deckt!? Warum die Hunde nicht kostenlos abgeben? Wegen einer ganzen Reihe von guten Gründen. In Nordeuropa VERMITTELT MAN KEINEN HUND KOSTENLOS. Bei allen Tierschutzorganisationen ist es Gepflogenheit, einen Beitrag von den Adoptivfamilien zu verlangen, die Beträge sind unterschiedlich (am höchsten in Schweden, am niedrigsten in Holland und Deutschland). Wenn die Tierschützer im Norden hören, dass man in Italien Hunde kostenlos abgibt, sind sie entsetzt. Im Norden gibt es zwei Optionen: die Zucht oder die Adoption. Der Rassehund kostet Tausende von Euro, der Hund einer Tierschutzorganisation kostet nur einen Bruchteil im Vergleich zur Züchtung, (zwischen 150 bis 500 Euro, je nach Land) aber er berücksichtigt dennoch die den Tierschutzorganisationen entstandenen Kosten. Wo ist der Skandal? Lebt Non Proft vielleicht von der Luft oder braucht Non Profit Geld, um Leben zu retten und Projekte zu entwickeln?

 

Mit der Adoptionsgebühr erreicht man zwei Dinge: die Verantwortlichkeit der Adoptanten (ein Hund kostet etwas, er stellt auch eine finanzielle Verpflichtung dar, bist du bereit, sie zu übernehmen?) und die Möglichkeit, einen positiven Kreislauf aufrechtzuerhalten, der es weiteren Hunden ermöglicht, für die Adoption vorbereitet zu werden. Wie sonst kann Save the Dogs alle medizinischen Ausgaben decken, die es dem Hund ermöglichen, in die Sicherheit abzureisen? Wie kann die schwedische Tierschutzorganisation das Flugticket für einen Tierschützer und für die Hunde kaufen, wenn sie nicht über die Ressourcen verfügt, um das zu tun?

Wieviele Male haben wir von italienischen Tierschutzorganisationen aus dem Süden gehört, "wir können den Leishmaniose-Test, den Herzwurm-Test nicht machen oder die Hunde nicht sterilisieren lassen, die wir in den Norden schicken, weil wir kein Geld haben". Daher reisen sehr viele Tiere krank ab, oder werden nicht sterilisiert vermittelt, was unserer Meinung nach eine riskante Sache ist und unbedingt vermieden werden muss. Wenn man die Idee eines Beitrages für die Adoption akzeptiert, würde man damit nicht das Problem lösen?

 

Selbstverständlich ist die Grundlage von allem die TRANSPARENZ: von dem, der die Hunde unter Verwendung der Gelder, die er von den Partnern erhält, verschickt, während auf Seiten der Partner Transparenz über die Daten der Adoptanten existieren muss (die alle in unserem Besitz sind und die wir oft direkt treffen während der Besuche unseres Teams in Schweden und Finnland). Nur die Transparenz ist die Garantie für Seriosität und Professionalität, und es ist wesentlich, dass die Zusammenarbeit dieser Art auf schriftlich festgelegten Verträgen basiert, die sie regeln. Niemals einen Hund "aufs Wort" abschicken.

 

FAZIT

Save the Dogs fordert nicht dazu auf, Hunde auf oberflächliche Weise nach rechts und links zu verschicken ohne nachzuprüfen und zu wissen, was mit diesen Tieren geschieht, für die WIR TIERSCHUTZ-ORGANISATIONEN VERANTWORTLICH SIND. Ihr Leben liegt in unseren Händen, und daher müssen wir es schützen... bis zum Ende. Das heißt, die Hexenjagd, die die italienische Tierschutzbewegung seit Jahrzehnten quält (mit Opfern wie Claudia Röckl oder Dorothea Fritz, denen wir vielmehr nur dankbar sein und Statuen von ihnen machen müssten), ist meiner Meinung nach unnütz und ein schädigender Verlust von wertvoller Energie und eine echte Bremse für die Entwicklung einer wirklich ausgereiften Tierschutzbewegung.

 

Dazu muss ich sagen, dass wir leider den rumänischen Tierschützern ähnlich sind, die sich der Tatsache sicher sind, dass die Hunde von STD (Save the dogs) nach Italien geschickt werden (an die verschiedenen Enpa oder Leghe del Cane), und dass aus ihnen Schuhe und Handschuhe geworden sind. Hier weist ein Teil der italienischen Tierschützer dieselbe Stumpfsinnigkeit auf wie die rumänischen Tierschützer, die aber zu ihrer Rechtfertigung die Tatsache haben, erst in den letzten zehn Jahren entstanden zu sein, während wir in Italien schon in der "erwachsenen Phase" sein sollten.

 

Sara Turetta

Gründerin und Präsidentin von Save the Dogs und andere Tiere

Sara Turetta

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18 MARZO

Canili – Lager des Todes für unschuldige Hunde / Weitere Links

Der noch junge Verein Tierschutzprojekt Italien e.V. unterstützt bei der Errichtung eines Tierschutzzentrums Oasi Nuova Vita in Apulien und setzt auf langfristig angelegte Tierschutzprogramm vor Ort. Eine absolut unterstützenswerte Arbeit! Auf den Internetseiten des Vereins gibt es ebenfalls viele Informationen zur Situation der Hunde in Italien. Dort finden Sie auch 2 Videos von CICTO, die deutlich vor Augen führen, was ein Canile-Leben für Hunde bedeuten.


P.A.N. Projects for Animals and Nature erklärt auf seinen Seiten sehr anschaulich das System der Canile in Italien. Tierquälerei mit System...  Dort finden Sie auch einen Reisebericht zusammen mit einem ARD Kamerateam und dem Schauspieler Peter Sattmann sowie den Filmbericht der ARD Sendung Brisant.

 

Auch Stray - einsame Vierbeiner e.V. hat einen Bericht über die Zustände in Italien auf der Homepage. Mehr Informationen...

 

Ausführliche Informationen zur Theorie und Praxis des hochgelobten Tierschutzgesetzes in Italien und Projektberichte finden Sie bei der Pfotenhilfe Europa.

 

Besuchen Sie die Seite von CICTO (internationale Koalition gegen organisierte Hundequälerei in Italien).

 

Auch die Tierärzte im Einsatz - Tierschutz mit Herz und Verstand  - haben sich des Themas Hundehölle in Italien angenommen.