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Tierrettungstransport aus Italien mit Unterstützung von ETN e.V.

Am 08./09. Februar 2013 fand ein Rettungstransport statt, bei dem 48 Fellnasen den Weg in die Freiheit aus der Hundhölle Italien nach Deutschland angetreten haben. Diesmal mit Unterstützung von ETN e.V., wofür wir uns auf diesem Wege nochmals recht herzlich bedanken wollen. Durch eine perfekte Organisation und zwei sehr zuverlässige Fahrer mit viel Erfahrung konnte der Trapo am Freitag gegen 10 Uhr in Italien starten und ist in der Nacht zum Samstag bereits im Süden von Deutschland angekommen. Dies soll nun der Anfang für eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem ETN und uns sein, um vielleicht gemeinsam eine Verbesserung der Situation in den Canili (Hundelager) in Italien zu schaffen. Intensive Gespräche und ein Austausch über die Möglichkeiten sind in vollem Gange. Wir werden sicher weiter dazu berichten. Hier einige Bilder des Transports:

Übersetzung des Zeitungsartikels anlässlich unseres Transports im Dezember 2012 unter erneutem Protest ital. Tierschützer

Stroncone: Blitzaktion im Canile

Tierschützer: Die Adoptionen nach Deutschland nachprüfen

Der Bürgermeister: Wir werden kontrolliieren

 

Der Fall

 

Stroncone Sie haben die Carabinieri gerufen, die Guardia Forestale und die Gemeindepolizei und Kontrollen und Nachprüfungen gefordert und nach Garantien gefragt. Damit wollen sie erreichen, den Abtransport von einem Dutzend von Hunden aus dem Canile Stroncone zu verhindern, die bestimmt sind für Auslandsadoptionen in Deutschland. Ein privates Canile, auf das sich aber die Gemeinde im Hinblick auf die herrenlosen Tiere beruft.

 

Verschiedene Tierschutzorganisationen waren erschienen, unter ihnen auch der WWF, sie fordern in der Tat, dass man den wirklichen Bestimmungsort der Streuner nachprüft. Während der erst kürzlich abgeschlossenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Terni sind jedenfalls keine Unregelmäßigkeiten in den notwendigen Unterlagen für den Transport aufgetaucht.

 

SORGE UM DIE ABFAHRENDEN HUNDE

BERANZOLI: "IM JANUAR WIRD UNSER POLIZIST PERSÖNLICH NACHSEHEN"

 

Auch die durchgeführen Kontrollen haben - wie von den Carbinieri gemeldet- keine Unregelmäßigkeiten aufgewiesen und einige Hunde sind schon nach Deuschland abgefahren. Die Tierschützer von Terni sind aber besorgt über das Schicksal dieser Tiere, auch weil man, wie sie behaupten, nicht versteht, wieso "gerade alte Tiere oder sogar kranke Tiere ausgewählt werden". Kurz gesagt, der Verdacht einiger Tierschützer ist der, dass diese Tiere in Wirklichkeit ein schreckliches Ende haben, vielleicht sogar in irgendeinem Labor zur Vivisektion.

 

Der Bürgermeister von Stroncone, Nicola Beranzoli hat, um wenigstens die Gemüter zu beruhigen, erklärt: "Fünf Hunde sind heute abgefahren und es handelt sich absolut nicht um alte oder kranke Tiere. Im Gegenteil, wenn ein Tier nicht gesund aussieht, hätte man es nicht abfahren lassen. Diese Adoptionen von Deutschland scheinen seltsam zu sein, aber tatsächlich werden sie gemacht, weil dort die Streuner getötet werden. So dass es nicht einfach ist, Haustiere zu haben." Beranzoli fügt hinzu: "Wir werden einen Polizisten schicken, der persönlich kontrollieren wird, wie es den Tieren geht. Wir werden das im Januar machen, er wird persönlich zu den Familien gehen, die die Tiere adoptiert haben, und er wird über ihren Zustand berichten. Er wird von Tierschützern begleitet werden."

 

Vanna Ugolini



Auf der Facebookseite von Adotta un Cane Di Stroncone haben die italienischen Kollegin dazu folgendes gepostet:

 

Animalia Amo International und Alfa danken den Institutionen für ihre Arbeit und widmen diese kleinen Denkanstöße den Tierschutzorganisationen und Menschen in Umbrien, die Komplott schreien und weitermachen, gegen uns einen völlig unbegründeten Krieg zu führen, der sich auf Ignoranz und Rassismus stützt.

 

Es wird wohl einen Grund geben, wenn die Staatsanwaltschaft Terni die Beschwerde der ENPA Perugia und Terni gegen Frau Roeckl nach sorgfältigen Untersuchungen ad acta gelegt hat, in welcher man vermutete, dass jene von Letzterer durchgeführten Adoptionen falsche waren...

Es wird wohl einen Grund geben, wenn das Gesundheitministerium nach einer administrativen Untersuchung sein Vertrauen in unsere Tierschutzorganisationen ausgesprochen hat, nachdem es die perfekte Einhaltung aller Vorschriften für die Verbringung von Tieren und für die Kontrollen, sobald sie ihr Ziel erreicht haben, überprüft hatte...

Es wird wohl einen Grund geben, wenn vor unserer Ankunft die Hunde in Stroncone von niemanden adoptiert worden sind und die in dieser irregulären Einrichtung ihr ganzes Leben in allgemeiner Gleichgültigkeit verbrachten...

Es wird wohl einen Grund geben, wenn die Polizei, die ständig von euch gerufen worden ist, um die Transporte zu blockieren, nichts anderes machen konnte, als die perfekte Ordnungsmäßigkeit der Dokumente bezüglich der Tiere und der benutzten Transportmittel festzustellen und sie daher die Fahrt in ihr Zuhause in Deutschland fortsetzen ließen....

Es wird wohl einen Grund geben, wenn sich die Bürgermeister trotz eurer Drohungen entschließen, ihre Hunde unseren Tierschutzorganisationen zu übergeben...

Es wird wohl einen Grund geben, wenn die ASL Terni, die erst dagegen war, dann verstanden hat, dass unsere Tierschutzorganisationen nur für das Wohl der Tiere und unter vollkommener Einhaltung der Vorschriften arbeiten....

Es wird wohl einen Grund geben, wenn unsere Bereitschaft ganz und gar nachgelassen hat, euch zu erklären, wie die internationalen Adoptionen funktionieren, um euch daran teilhaben zu lassen, wie und mit welchen Ergebnissen sie von unseren Organisationen durchgeführt werden...

Es wird wohl einen Grund geben, wenn eure Unwissenheit über fachliche Themen wie die Vivisektion oder die Gesetzgebung eines anderen Landes uns nicht aufhalten kann...

Es wird wohl einen Grund geben, wenn ihr wegen schwerer Verbrechen verurteilt werdet, die ihr fortgesetzt gegen uns verübt...

 

Wir wissen sehr wohl, dass ihr, wenn ihr eine Antwort sucht, immer nur "sehr triftige Gründe" finden werdet, um uns negativ zu beurteilen. Es ist in der Tat bekannt, das Schlechte im Anderen sehen, läßt einen selbst sich nützlich fühlen...

 

Aber die Wahrheit, die einzige Wahrheit, die euch unmöglich zu glauben erscheint, weil zu märchenhaft oder zu weit entfernt von dem, was hier passiert, ist die, dass die Hunde ein wirkliches Zuhause finden und dass niemand damit etwas verdient, abgesehen von einer großen, ja gigantischen Befriedigung (und zu allererst für die Hunde).

Transportbericht vom 03.11.12

Unser Transport von Hunden aus dem Canile Stroncone unter Protest italienischer „Tierschützer“

Am ersten November-Wochenende 2012 hatten wir wieder einen Transport von Hunden, unter anderem aus dem Canile Stroncone. Bei unserer Ankunft am Samstagmorgen war bereits ein kleiner Menschenauflauf von 8-10 Personen, welche die Befreiung der Hunde aus dem Canile verhindern wollte (sie sind wohl der Meinung, dass die Hunde in den Zwingern dort ein besseres Leben haben.) Da bereits zwei Amtsveterinäre der ASL und der Tierheimbetreiber vor Ort waren, fuhren wir dennoch mit unserem Fahrzeug auf das Gelände. Kaum hatten wir das Fahrzeug abgestellt, umringt von Gegnern, fuhr ein Fahrzeug mit drei Beamten der Forstale (Forstpolizei, welche auch für die Canile zuständig sind), vor. Ohne lange Diskussionen und Rückfragen räumten die Polizisten der Forstale kurzerhand im bestimmenden Ton das Gelände von den „Demonstranten". Nur ein paar Minuten vergingen und es kamen noch 4 Carabinieri (Polizisten) an den Ort des Geschehens. Zwei der Polizisten postierten sich außerhalb des Geländes bei den Gegnern, die anderen beiden standen uns beiseite. Die Forstale wurde von den Demonstranten angefordert, die Carabinieri vom zuständigen Amtstierarzt.

 

Unbeeindruckt von den Geschehnissen begannen wir, zusammen mit dem Amtsveterinär, mit der Verladung der Hunde. Bei jedem Hund wurde der Chip abgelesen, vom Amtsveterinär der Gesundheitszustand des Hundes untersucht und mit einem Stempel im Pass die Reisetauglichkeit der Hunde bestätigt. Sein Kollege von der ASL, auch Amts-TA mit Aufgabenbereich „Benessere Animale" (das Wohlergehen der Tiere), überzeugte sich derweilen von den Einrichtungen des Fahrzeugs. Er überprüfte das bereits seit langem von deutschen Behörden abgenommene Fahrzeug unseres Transporteurs mit Zulassung für Transporte von Hunden, prüfte die technischen Einrichtungen wie Belüftung, Größe der Transportboxen, erkundigte sich nach Futter und Wasser für unterwegs und gab uns noch ein paar liebevolle Tipps für die Fahrt mit. Er bestätigte uns ein optimal ausgelegtes Fahrzeug samt Transportboxen für die Unterbringung der Hunde auf der Reise nach Deutschland, was wir als großes Lob angenommen haben.

 

Resümee:

Wir haben nach italienischem und dem EU-Recht alles richtig gemacht.

 

1. Die Freigabe für die Hunde bei den entsprechenden Gemeinden eingeholt

2. Rechtzeitig eine Traces-Meldung gemacht

3. Die Hunde vor Transport vom Amts-Veterinär auf Reisetauglichkeit untersuchen lassen

4. Das Auto entsprechend den EU-Richtlinien ausgestattet

5. Alle notwendigen Papiere für den Transport und dem Fahrzeug vorgelegt

 

Wir bedauern diese Verzögerung des Transportes sehr, da der zusätzliche Aufenthalt und Menschenauflauf bei der Verladung für die Hunde nur noch mehr Stress verursacht hat, als notwendig war. Wir können von unserer Seite nicht nachvollziehen, dass es Menschen in Italien gibt, die die Hunde lieber weiter im Canile Stroncone sehen wollen, als in einem warmen Körbchen in einem deutschen Zuhause mit Familienanschluss.

 

Die Tatsache, dass Vertreter von internationalen Tierschutzorganisationen (WWF) vor Ort waren und Widerstand leisteten, macht uns nachdenklich. Wir behalten uns vor, die entsprechenden Organisationen darüber in Deutschland zu informieren und nachzufragen, ob ein solches Handeln auch im Sinne der deutschen Seite ist.

 

Alle Hunde sind wohlbehalten in Deutschland angekommen und wir hoffen (die Hoffnung stirbt zuletzt...) , dass dies einer der letzten Transporte unter Widerstand seitens der „Tierschützer" in Italien war und diese endlich unsere gute Arbeit akzeptieren.



Tom Gollnisch

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